UNSERE HALTUNG

"Eine spielerische Stimmung erhöht Kreativität und Problemlösungsfähigkeit." Peter Gray


MANIFEST

Jegliche Bildungsprozesse zu einem selbstbestimmten Leben sind immer auch kreativ-performative Gestaltungsprozesse.

Selbstbildung erfolgt durch Teilhabe der Lernenden am Lehrinhalt.

Selbstbildungsprozesse sind nur in Eigenverantwortung möglich.

Lernen entsteht im sozialen Miteinander und bedeutet immer Aufbau von Beziehung.

Lernen ist ein gemeinsamer kreativer Prozess und beinhaltet sinnlich-emotionale Lernerlebnisse.

Lehrende und Lernende sind sowohl Wissende als auch Unwissende.

Alle Beteiligten werden in diesem Prozess als Individuen wertgeschätzt, deren Persönlichkeit es zu entfalten gilt.

Lehren heißt einzuladen, die Welt zu entdecken.

Lehren bedeutet, Halt geben und Freiheit zulassen.

Lehrende sind Impulsgeber_innen und Begleiter_innen von Lernprozessen.

Individuelle Lernziele ermöglichen Kompetenzentwicklung und Potentialentfaltung.

Lehre knüpft an den Lebenswelten der Lernenden an.

Bildungsinstitutionen sind nur definierte Lernorte von vielen anderen Lernorten des täglichen Lebens.


PERFORMANCE

  • entwickelt Aufmerksamkeit für das Sich-Ereignende
  • ver-rückt Wahrnehmungsgewohnheiten
  • zerschlägt im Handeln und im Beobachten, im Sehen und im Hören, im Fühlen und im Denken, eigentlich im QUER durch alles, alte Sinngrenzen, um neue Sinnlichkeits- und Sinnhorizonte entfalten zu können
  • setzt Gewohntes außer Kraft und lässt es in einem anderen Licht erscheinen
  • wagt Irritiertsein
  • heißt, dem Zufall Räume zu öffnen
  • erprobt ein mögliches Crossover zu Leben, Alltag und zu anderen Fachgebieten
  • ist das Spiel zwischen Improvisation und Konzept, zwischen Regel und Regelüberschreitung
  • öffnet Körper und Leib, denn in ihnen ist unsere seelisch-geistige Biografie eingeschrieben
  • erfordert, das Situative, im Augenblick Entstehende zu begrüßen, um damit zu arbeiten

  Marie-Luise Lange


DRAMAPÄDAGOGIK ALS UNTERRICHTSMETHODE

Seit den 1970er Jahren hat sich in den angelsächsischen Ländern Dramapädagogik (drama education) zu einem differenzierten didaktischen Modell entwickelt, das an den dortigen Schulen in verschiedenen Unterrichtsfächern angewandt wird.

 

Dabei steht die Förderung ästhetischer und individueller Ausdrucksmöglichkeiten („learning in drama“) gleichrangig neben dem gemeinsamen Prozess, zuvor definierte Lernziele durch das Medium Theater zu erreichen („learning through drama“, Gavin Bolton).

 

In einer Zeit, in der vielen Kindern und Jugendlichen Primärerfahrungen kaum mehr möglich werden, können über das Medium Theater neue Erlebens- und Erfahrungs(spiel)räume geschaffen werden. Durch diese Interdependenz von kognitiven, sinnlichen und emotionalen Inhalten werden Lernziele wesentlich nachhaltiger erreicht. Auf dem Weg dorthin wird der Bewegungsdrang konstruktiv für das Unterrichtsgeschehen genutzt.

Durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Denk- und Körperarbeit kann das häufig aus Bewegungsmangel entstandene Störverhalten einzelner Kinder oder Jugendlicher reduziert werden. Auch schließt diese Art der prozessorientierten und selbständigen Wissenserarbeitung all jene mit ein, die Schwierigkeiten haben, in einer vorgegebenen Zeit rein ergebnisorientiert zu arbeiten.


DIE MACHER_INNEN

Expertin für Performative Didaktik

Foto: Casey Hautzinger
Foto: Casey Hautzinger

Ich bin Ulrike Winkelmann, Diplom- und Theaterpädagogin (BuT), und seit vielen Jahren im weiten Feld des Theaters tätig. Derzeit arbeite ich vorrangig in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie als Regisseurin und Autorin.

 

Für meine eigene Lehrtätigkeit nutze ich die performative Didaktik, speziell die Dramapädagogik, was nicht nur den Lernenden, sondern auch mir selber Vergnügen bereitet. Dieses Portal ist aus dem Wunsch heraus entstanden, performative Didaktik in Deutschland bekannter zu machen und Lernräume und -inhalte lebendiger zu gestalten.

 

Seit 2016 habe ich mein eigenes Label „Vergnüglich Lernen“. Ich lebe in Berlin und habe zwei schulpflichtige Kinder.

Experte für Gestaltung

Ich bin Erik Biembacher, Diplom Grafikdesigner und langjährig selbständig im Bereich Layout, Grafikdesign, Film und Installationskunst mit der sozialpalast Kunstgruppe in Münster und Berlin.



Reaktionen von Lesern_innen auf die Bücher

 

"Mit viel Freude habe ich Ihr Buch gelesen und viele Anregungen bekommen, wie ich Unterricht lebendiger gestalten kann. Herzlichen Dank für diese Erfahrung. Gleichzeitig merke ich wieviel Respekt/Angst ich vor dieser Form der Arbeit noch habe und bin erinnert an die Zeit, in der ich mich vom Frontalunterricht verabschiedet habe. Auch das war mit großen Ängsten meinerseits verbunden. Ich werde am Wochenende entscheiden, welche der Übungen ich mir zutraue und dies mit meinem Team besprechen, in der Hoffnung entsprechende Unterstützung zu bekommen. Auf jeden Fall werden meine Schritte so sein, dass ich sie gehen kann, das schreiben Sie ja auch. Der Rest entwickelt sich dann hoffentlich mit der Gruppe, dem Team und der Erfahrung." (E. S., ehemalige Schulleiterin einer Gemeinschaftsschule in Berlin)

 

 

"Ich stöbere super gern in den Unterlagen zum vergnüglichen Lernen! :-)." (V.H., Unternehmensberater Hamburg)